Vorarlberg

Sonnenuntergang auf der Frassenhütte

Der hohe Frassen, im Volksmund auch „Pfannaknecht“ genannt, ist der markanteste Berg im Walgau. Außerdem ist er sehr leicht erreichbar und eignet sich, dank Seilbahn, ideal zu einer schnellen Abendtour. Aber auch wer auf die Hilfe der Seilbahn verzichtet, kommt schnell hinauf – denn von Raggal (im Großen Walsertal) oder Latz (oberhalb von Nüziders) erreicht man den Gipfel in unter zwei Stunden.

Wir haben vergangenen Freitag beschlossen eine Nacht auf der Frassenhütte zu verbringen. Wir griffen dabei auf die Muttersbergbahn zurück, die uns von Bludenz auf 1461 Meter über dem Meer transportierte, von wo der Aufstieg zur Hütte begann. Eigentlich steigt man erst einmal kurz ab – immerhin ist die Bergstation der Bahn ja auf dem Muttersberg, der dem hohen Frassen vorgelagert ist. Nach dem kurzen Abstieg ging es dann hinauf zur Hütte, welche man von unten aus bereits gesehen hatte. Die Hütte taucht dann immer wieder auf, was sehr motiviert, denn man bemerkt schnell, wie gut man vorankommt. Die Strecke ist am Muttersberg mit 1.15 angeschrieben, wir liessen uns viel Zeit und brauchten eine Stunde. Wer es eiliger hat, wird die Hütte in 40 Minuten erreichen können.

Die Frassenhütte verfügt über zwei Terrassen: am Abend wird die nach Westen ausgerichtete, rückseitige Terrasse geöffnet, welche ideale Tiefblicke in den Walgau erlaubt und außerdem perfekt für den Sonnenuntergang ausgerichtet ist. Wir bezogen also unser Zimmer und begaben uns zum Abendesse auf die Panorama-Terrasse, wo wir bei einem guten Essen und netten Gesprächen auf den Sonnenuntergang warteten. Man sollte zwischendurch aber auch vorne mal Richtung Bludenz hinunterschauen, bzw. den Blick ins Brandnertal oder das Montafon richten, auch in diese Richtungen gibt es wunderbare Aussichten.

Nach dem beeindruckenden Sonnenuntergang ging es dann bald in die Betten, denn wir hatten Pläne für den folgenden Morgen. Bereits um halb Fünf klingelte der Wecker und schon bald waren wir unterwegs zum Gipfel, denn man in 30 Minuten oder weniger erreichen kann. Oben hat man einen wunderbaren Rundblick und wir konnten auch Gämsen am Gipfelhang des Frassen beobachten. Der Himmel verfärbte sich immer „röter“ und wir warteten auf die aufgehende Sonne. Langsam begannen dann die höchsten Gipfel zu leuchten und dann war es soweit. Die Sonne zeigte sich langsam wieder und ein neuer Tag begann.

Nachdem wir uns von der Sonne wärmen haben lassen, ging es zurück zur Hütte, wo uns Hüttenwirt Stefan mit einem Frühstück verwöhnte. Dann marschierten wir wieder talwärts um um 9 Uhr mit der ersten Gondel wieder nach Bludenz zurückzukehren.

Tipp: Die Frassenhütte ist ein absoluter Top-Tipp in Vorarlberg. Die Wanderung ist für jeden zu bewerkstelligen, wobei man festes Schuhwerk benötigt. Die Hütte ist perfekt gelegen und das Team rund um Hüttenwirt Stefan äußerst freundlich. Dabei sind die Preise äußerst günstig: in vielen Lokalen im Tal bezahlt man mehr als die 3 Euro, die Stefan für ein Bier verlangt. Unbedingt ausprobieren sollte man auch die selbstgemachten Kuchen – alleine wegen diesen würde sich ein Besuch schon lohnen.

Das Motto der Hütte „D0 gsi – schö gsi!“ passt jedenfalls perfekt (Übersetzung: Dort gewesen – schön gewesen)

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Ein Kommentar zu “Sonnenuntergang auf der Frassenhütte

  1. Pingback: Kleine Rundtour unterm Hohen Frassen | Wundrig

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