Österreich/Wien

Wien bei Nacht

An einem lauen Sonntag Abend durch Wien spazieren, das kann was. Bei unserem Wien-Aufenthalt wollten wir ursprünglich nur schnell eine Kleinigkeit Essen gehen und haben uns deshalb ziemlich planlos in die U-Bahn gesetzt. Als wir beim Naschmarkt ausstiegen, die erste Überraschung: alle Buden geschlossen – auch die vielen kleinen Restaurants, die tagsüber immer knallvoll sind.

Den Hunger konnten wir dann aber doch noch stillen – ein Würstelstand am Karlsplatz-seitigen Ende des Naschmarktes hatte offen. Beim Essen konnten wir dabei den Blick auf die Secession genießen – in der das berühmte Beethovenfries zu sehen ist: Sonntag Abends natürlich geschlossen.

Danach ging es weiter Richtung Innenstadt. Ein Highlight an fast jedem Abend: die Wiener Staatsoper überträgt die Aufführungen auch für die Passanten und sogar Sitzgelegenheiten sind vorhanden. Wer das dazu gehörende Bild genau betrachtet wird auch feststellen, das Ende welches Stückes wir gesehen haben.

„Wer dieses Speeres Spitze fürchtet, durchschreite dieses Feuer nie!“ – das sind die letzten Worte in der „Walküre“. In Wien wurde gerade der „Ring“ aufgeführt.

Weiter stadteinwärts auf der Kärntner Straße ist im Frühling und Sommer immer etwas los – denn die Touristen und auch so mancher Einheimischer flanieren auf der Prachtstraße Richtung Stephansdom.

Ein richtiges Highlight sind auch die Ringstraßen-Gebäude. Von der Hofburg den Heldenplatz überschreitend kommt man an den Ring zurück und spaziert an einigen der schönsten Prachtbauten der Habsburger-Monarchie vorbei. Dass aber nicht nur der Kaiser viel galt, sondern auch das Bürgertum einiges auf sich hielt, zeigt das Rathaus, das mit den anderen Bauten locker mithalten kann.

Übrigens – auch Sonntag Abends finden sich genügend schöne Lokale um einen Spaziergang durch Wien bei einem guten Glas Wein ausklingen zu lassen: die Nacht zu meiden wäre jedenfalls eine Verschwendung.

Vokabel-Stunde

„Host an Tschick“ ist Wienerisch für „Hast du eine Zigarette“ – und ziert die vielen Aschenbecher, die in Wien aufgestellt sind: wer diese nicht benutzt, kann gestraft werden, denn es gibt eine eigene Truppe der MA (Magistratsabteilung) 48 – die Waste Watcher, die Menschen, die Mülleimer (Wienerisch Mistkübel) nicht nutzen, zu Geldstrafen verdonnern können.  

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