Übersee/Israel/Naher Osten

En Gedi – Oase am Toten Meer

Wer in Israel am Toten Meer Urlaub machen möchte, der hat im Wesentlichen zwei Möglichkeiten. Die meisten Touristen entscheiden sich dabei für En Bokek, denn dieser Ort kann mit vielen Hotels, Restaurants und weiteren touristischen Angeboten aufwarten. Wir haben uns in unserem Israel Urlaub aber für die Oase En Gedi, etwas nördlicher, entschieden: dort befindet sich ein Kibbuz, der sich auf Tourismus spezialisiert hat und in vielen kleinen Bungalows Gäste aufnimmt.

Der Vorteil von En Gedi ist die tolle, naturbelassene Umgebung. Hier leben bereits seit 6000 Jahren Menschen: das hat damit zu tun, dass sich hier ein Bach aus der Wüste in das Tote Meer ergießt und so lebenfreundliches Süßwasser vorhanden ist. Dieser kleine Fluss ist auch die Hauptattraktion, neben dem Toten Meer. Denn hier kann man ausgedehnte Wanderungen flussaufwärts unternehmen, auf denen man auf viele Schluchten, Wasserfälle und fruchtbare Stellen stößt. Das Ganze ist ein Naturschutzgebiet, in dem man auch Steinböcke finden kann, die hier manchmal schon fast unheimlich nahe kommen.

Der Kibbuz selber wurde 1953 gegründet – davor war die Oase für fast 1000 Jahre nicht dauerhaft besiedelt gewesen, sondern nur von Nomaden aufgesucht worden. En Gedi ist ein richtig verschlafenes kleines Nest, aber durch die vielen Familien und Bungalows vor Ort kann, wer will, schnell Anschluss finden und wer sich mit seinen Liebsten ein paar ruhige Tage gönnen will, ist ebenso richtig gelegen.

Das wundersame Tote Meer

Die Hauptattraktion ist aber mit Sicherheit das Tote Meer. Es ist erstaunlich, wie viel Auftrieb das stark salzhaltige Wasser mit sich bringt und jeder Tourist versucht sich schon schnell in der Pose des im Wasser treibenden Zeitungslesers. Was man auf den Fotos nicht erkennt ist, dass man nur knapp über dem Grund treibt, denn weit hinaus kommt hier eigentlich niemand.

Das Salz ist dabei sehr aggressiv und offene Wunden oder auch ein paar Tropfen in den Augen oder auf den Schleimhäuten sind keine angenehme Erfahrung. Die wohltuende Wirkung für die Haut ist aber schnell spürbar und nach dem Bad wirkt die Haut sehr ölig.

In En Gedi gibt es auch ein Thermal-Bad, welches schwefelhaltiges warmes Wasser bietet – das riecht zwar nicht gut, ist aber ebenfalls gesund. Die dritte Anwendung vor Ort sind dann die Schlammpackungen, welche man selbst aufträgt und dann von der Sonne trocknen lässt.

Damit sind wir bei einem weiteren Stichwort: denn der salzige Dunstschleier über dem Toten Meer führt dazu, dass man sich ohne Sonnenschutz der blanken Sonne aussetzen kann: die UV-Strahlen werden zum größten Teil abgehalten. So herrscht hier ein ganz eigenes Klima und eine eigene Luft. Aus gesundheitlichen Gründen wird das Tote Meer vor allem von Menschen mit Hauterkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte) oder Neurodermitis besucht.

Wiese nicht En Bokek?

Was uns an En Bokek nicht gefallen hat, sind die industriellen Anlagen zur Gewinnung von Nährstoffen direkt südlich des Ortes. Hier mag vielleicht mehr los sein – die wunderbare Natur kann man hier aber sicher weniger genießen und diese ist doch der Grund für einen Besuch am Toten Meer.

 

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